Ort:
Madrid, Spanien
Geschätzt 840.000 Einwanderer leben in Spanien ohne Aufenthaltsgenehmigung. Die Regierung will nun einmalig Hunderttausenden einen legalen Status geben - unter bestimmten Voraussetzungen. Ein Schritt gegen den europäischen Trend.
Am 27. Januar bietet sich ein ungewöhnliches Bild vor dem spanischen Parlament in Madrid: Aktivistinnen und Aktivisten, die lachen und feiern. Darunter ist Silvana Cabrera, eine der Sprecherinnen des Bündnisses "Regularización Ya!", also, "Legalisierung jetzt".
Rund sechs Jahre hat sich die Plattform zahlreicher zivilgesellschaftlicher Organisationen für eine Verbesserung der Situation von Menschen ohne Papiere in Spanien eingesetzt und unter anderem mehr als 700.000 Unterschriften dafür gesammelt.
Silvana sagt, sie hätten nicht gedacht, jemals so weit zu kommen. Für ihre Community sei das ein Fortschritt mit Blick auf ihre Rechte, "denn hinter jeder Akte steht der Name einer Person, die lange darauf gewartet und davon geträumt hat".